Kalle Noltenhans

"Prämonstratensische Orte" im Erzbistum

Noch heute kann man im Erzbistum Paderborn zehn ehemalige Stifte oder Kirchen entdecken, die zwar keine Ordensangehörigen der Prämonstratenser mehr beherbergen, jedoch von ihrer Geschichte und ihrem geistigen, kulturellen und wirtschaftlichen Wirken erzählen. Die Ausstellung nimmt das Jubiläum zum Anlass, an den „prämonstratensischen Orten“ diesem Erbe und der Bedeutung der „Norbertiner“ von den Anfängen bis in die Gegenwart nachzuspüren.

Übersicht

Ehem. Prämonstratenserstift Arnsberg-Wedinghausen

Die Niederlassung Wedinghausen geht zurück auf eine Stiftung Graf Heinrichs I. von Arnsberg († 1200), der im Jahr 1170 das Kloster als Sühne für den Tod seines in Festungshaft verstorbenen Bruders an der Stelle der Familiengrablege einrichtete und diesem 1185 selber beitrat.
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Ansgar Hoffmann / Erzbistum Paderborn

Ehem. Prämonstratenserinnenstift Rumbeck

Die Gründung des Damenstiftes erfolgte um 1190 auf einem Haupthof, den Graf Heinrich I. von Arnsberg 1185/88 Wedinghausen geschenkt hatte. Im Verlauf der weiteren Klostergeschichte entwickelte sich Rumbeck zu einem zentralen Wirtschaftsstandort im Ruhrtal.
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Kalle Noltenhans

Ehem. Prämonstratenserinnenstift Oelinghausen

1174 als Doppelkloster angelegt, wurde der männliche Zweig 1205 bereits aufgegeben. Ende des 15. Jahrhunderts wurde das Kloster in ein freies weltliches adliges Damenstift umgewandelt, es entwickelte sich zum reichsten Frauenstift Westfalens. Nachdem die Stiftsdamen vertrieben worden waren, hielten 1641 Prämonstratenserinnen aus Rumbeck Einzug in Oelinghausen. Seit der Klosteraufhebung 1804 gehörte Oelinghausen zur Pfarrei St. Petri Hüsten. 1992 bezogen Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP, Heiligenstädter Schulschwestern) das restaurierte Klostergebäude.
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Kalle Noltenhans

Ehem. Prämonstratenserstift Clarholz

Die benachbarten Klöster Clarholz und Lette gehen auf eine Stiftung durch Rudolf von Steinfurt im Jahre 1133 zurück. 1175 wurde die Stiftskirche in Clarholz durch Bischof Arnold von Osnabrück geweiht, der sie auch zur Pfarrkirche erhob und die Prämonstratenser mit der Seelsorge beauftragte. Im 15. und 17. Jahrhundert erlebte das Stift wiederholte Blütezeiten. Der Konvent musste das Kloster 1803 im Zuge der Säkularisation verlassen. Nach der Aufhebung wurden die Kreuzgänge, das Kapitelhaus und weitere Gebäude abgebrochen. Die Klosterkirche blieb katholische Pfarrkirche.
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Ansgar Hoffmann

Lette, St. Vitus

Die benachbarten Klöster Clarholz und Lette gehen auf denselben Stiftungsvorgang im Jahre 1133 durch Rudolf von Steinfurt zurück. Es handelte sich bei ihnen um ein typisches Prämonstratenser-Doppelkloster: Während sich die Chorherren in Clarholz ansiedelten, zogen die Chorfrauen ins 3 Kilometer entfernte Lette.
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Petra Klawikowski

Ehemaliges Stift Scheda

Von dem ehemaligen Stift Scheda nahe Wickede/Ruhr haben sich keinerlei bauliche Reste erhalten. Der heutige Gutshof mit dem Herrenhaus von 1861/62 entstand nach der Klosteraufgabe zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
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Andreas Lechtape

Ehem. Prämonstratenserinnenstift Cappel

Cappel wurde wahrscheinlich um 1140 mit Unterstützung der Edelherren zur Lippe von Kanonissen gegründet, es handelte sich um das drittälteste Prämonstratenserinnenstift in Westfalen. Geistlich verbunden war es der Prämonstratenserabtei Knechtsteden. An der Konventskirche aus dem 12. Jahrhundert ist der Westteil mit Nonnenempore älter als das gerade abschließende Lang- und Querhaus. Die Stiftsgebäude beherbergen heute ein Berufskolleg.
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Rüdiger Glahs

Ehem. Katharinenkloster Dortmund

Das zwischen dem Königswall und der Kampstraße gelegene Frauenstift der Prämonstratenser war das älteste und wohl auch das reichste Kloster in Dortmund. Heute erinnert im Stadtbild nur noch die Katharinenstraße an die einstige auf Kaiser Heinrich IV. zurückgehende Gründung von 1194.
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Fachstelle Kunst

Ehem. inkorporierte Pfarrei Werl

Das im Jahr1689 erbaute Pfarrhaus – die ehem. Vogtei (Verwaltungssitz) des Klosters Wedinghausen
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Ehem. Prämonstratenserinnenstift Keppel

Der Konvent wurde bereits vor 1236 eingerichtet. Aus dieser Zeit stammt im Kern wohl auch die erhaltene Kirche, die nach Brand um einen Chor in gotischen Formen erweitert und später barock ausgestattet wurde.
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Ehem. Prämonstratenserinnenstift Elsey

Das Stift Elsey liegt im heutigen Hagener Stadtteil Hohenlimburg.
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